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«Mein Traum ist, die Tierwelt Afrikas zu sehen»
Die sympathische TV-Moderatorin Nina Havel reist gerne – und will noch viele Länder entdecken.
Nina Havel, Sie haben tschechische Wurzeln. Wie oft gehen Sie pro Jahr denn noch in die Tschechische Republik?
Ich reise pro Jahr drei bis vier Mal nach Prag, um meine Familie zu
besuchen. Vor allem meine Sommerferien verbringe ich am liebsten bei
meinem Vater, da wir dort ein abgelegenes Grundstück besitzen, auf dem
ich tun und lassen kann, was ich will, zum Beispiel mit dem Hund einen
Spaziergang machen oder baden. Natürlich gehen wir im Dorf oder in der
Stadt essen – ich freue mich immer auf die tschechischen Gerichte – und
mit meiner Cousine gehen wir auch mal tanzen.
Was gefällt Ihnen besonders an Prag?
Prag ist eine wunderschöne, romantische Stadt. Sie ist meine zweite
Heimat. Besonders schön finde ich die Jugendstilbauten und die Moldau
mit ihren Brücken. Die Stadt ist einzigartig und hat nicht nur ein paar
Monumente zu bieten. Ich liebe die Metro, mit der man überall schnell
hinkommt, wobei das Knallen derer Türen mir als Kind Sorgen
machte.
Wo haben Sie Ihre letzten Ferien verbracht?
Die letzten grossen Ferien habe ich in Australien verbracht. Ich war
aber auch in den Sportferien in Spanien und habe ein paar Kurztrips in
Europa gemacht.
Welches sind allgemein Ihre liebsten Reisedestinationen?
Am liebsten gehe ich irgendwohin, wo ich die Sprache sprechen oder
zumindest ein bisschen verstehen kann. Am Vertrautesten fühle ich mich
in Europa.
Und wo waren Sie noch nie, möchten aber unbedingt hin?
In Europa möchte ich noch den Osten besser kennen lernen und unbedingt
einmal nach Skandinavien. Zudem würde ich wahnsinnig gerne die anderen
Kontinente noch bereisen: Afrika, Südamerika und noch einmal
Australien, aber dann inklusive Tasmanien und Neuseeland. Der
«aktuellste» Traum ist für mich, die Tierwelt Afrikas zu sehen.
Sie sind ja ein grosser Rock’n’Roll-Fan. Elvis wäre dieses Jahr 75 geworden. Besuchen Sie die grossen Events in Graceland (USA)?
Ja, ich bin ein grosser Rock’n’Roll-Fan. Aber bisher habe ich keine
Elvis-Reise geplant. Vielleicht irgendwann einmal. Dafür reise ich
immer wieder an Rock’n’Roll-Weekends in England, Spanien oder Italien.
Was war Ihr bestes Ferienerlebnis?
Ich war letztes Jahr in Australien. Leider nur für drei Wochen, aber
diese habe ich dafür äusserst intensiv erlebt. Ich habe die ganze
Südküste bereist und dabei jeden Tag ein neues Highlight erlebt. Mein
Ziel war es, die australischen Tiere zu sehen, und ich wurde reich mit
wunderschönen Begegnungen beschenkt. Ich hatte Tränen in den Augen, als
ich wilde Delfine im Meer auf ein paar Meter Distanz sehen konnte. In
meiner Kindheit haben wir zusammen mit meinem Vater die meisten
Schulferien auf unserem Schiff verbracht, mit dem wir auf den schönsten
Kanälen Europas herumgekurvt sind. Auch das sind schöne Erinnerungen.
Wie verbringen Sie Ihre Ferien am liebsten?
Mit einer Mischung aus aktiv und erholsam, sehr naturverbunden und doch bequem.
Wie wählen Sie Ihre nächste Feriendestination jeweils aus?
Je nach finanziellen und zeitlichen Möglichkeiten und nach Lust und
Laune. Dieses Jahr habe ich Lust mit dem Motorrad die Schweiz und ihre
Nachbarländer zu erkunden. Da bin ich am flexibelsten, kann gehen wann
und wohin ich will und kann gleichzeitig meinem Hobby nachgehen.
Organisieren Sie Ihre Reisen selber?
Die Europareisen habe ich meistens selber organisiert. Für meine
Australienreise habe ich mich aber von Profis im Reisebüro beraten
lassen, und die Sportferien sind schon in einem Reisebüro-Package
zusammengestellt.
Sie haben ja auch «Einfachluxuriös» moderiert. Wo ging’s da hin, und was war das für eine Erfahrung?
Wir waren in Sizilien. Das war eine sehr spannende Erfahrung. Wir haben
natürlich nicht die ganze Insel gesehen und waren immer am Arbeiten. Um
unseren Zuschauern das Beste zeigen zu können, sind wir auf dem Ätna
gewesen oder haben bei einer italienischen Mamma gekocht.
Reisen Sie immer noch geschäftlich?
Ich werde immer wieder für Moderationen im Ausland engagiert. So war
ich zum Beispiel in Madrid oder London. Ich hänge wenn immer möglich
noch einen Tag dran und geniesse die Stadt.
Jean-Claude Raemy
Zur Person
Nina Havel (29) ist in Dübendorf aufgewachsen und auch dort zur
Kantonsschule gegangen. Seit 2001 studiert sie an der Universität
Zürich Germanistik, Anglistik und Slavistik, wobei ihr voller
beruflicher Terminkalender den Universitätsabschluss verzögert.
Dem TV-Publikum wurde sie 1997 als jugendliche Moderatorin der
Kindersendung «Schlips» bekannt. Mittels diverser interner
(Moderations-) Ausbildungen bei SF DRS folgten zahlreiche weitere
Moderationsaufträge, z.B. bei «Due» und als Wetterfee bei TV3, für
«Nickelodeon» und «Junior», als «Minissimo» in Benissimo oder für die
Reisesendung «einfachluxuriös». Der bisherige Karrierehöhepunkt war die
Moderation von zwei Staffeln «Music Star» auf SF1, wo sie bereits mit
23 Jahren live vor einem Millionenpublikum zu moderieren hatte. Am TV
war sie dann auch noch bei «Glanz und Gloria» oder bei «Joya rennt» zu
sehen.
Auch als Schauspielerin ist die tschechischstämmige Allrounderin tätig.
Dafür hat sie auch ein Theaterseminar an der Zürcher Hochschule der
Künste absolviert. So war sie bei der Politsatire «Café Bâle» auf SF2
zu sehen sowie in zahlreichen Produktionen des Theater Fauteuil in
Basel. Ein Ausflug in die Radiowelt als Moderatorin bei Radio1 blieb
von kurzer Dauer.
Nina Havel arbeitet zurzeit als Produktionsassistentin bei «10vor10» im Schweizer Fernsehen und mit Hochdruck am Uni-Abschluss.

